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Narrenkleider

Sie möchten ein neues oder gebrauchtes Narrenkleid erwerben? Sie wollen ein Narrenkleid verkaufen? Sie brauchen Ersatzteile? Die Maske muss gerichtet werden? Bei allen Fragen rund um das Thema Narrenkleid oder Maske wenden Sie sich bitte an unsere Kleiderwartin Rosa Grabowski oder folgende E-Mail-Adresse: narrrenkleider@narrenzunft-sulz.de


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Fasnetsabschluss 2017

"Dia Fasnet hot a Loch", jammerte der Pessimist. Der Optimist sah das immer auch von einer positiven Seite. Beide hielten am Sulzer Narrenbrunnen Rückblick auf die diesjährige Fasnet.

Es gab auch dieses Jahr wieder so manches Missgeschick. Die Vergesslichkeit eines Breaglers beispielsweise: Zu einem Termin nahm er Kind und Hund mit. Wieder daheim, "steigt er aus sei’m Karra aus ond verschwendet hirnlos en sei’m Haus", berichtete der Pessimist. Und dann saust der Breagler zweimal zurück zum Auto, einmal um seine Zigaretten zu holen, und noch einmal, um seinen Geldbeutel zu "retten". Zum Breaglerstammtisch war’s dann Zeit, den Hund wollte er dazu nicht vergessen. Aber wo war der Vierbeiner? Der hockte schon zwei Stunden im Kofferraum des Autos, stellte sich heraus.

Manchem Autofahrer fällt es schwer, die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Deshalb regle auch die Polizei den Verkehr. Beim Zeltabbau nach dem Ringtreffen musste sich wohl die Polizeistreife um die Absperrung herum verirrt haben, denn der Polizeiwagen sei mitten durch das Zeltgerippe gefahren. Die Helfer sprangen auf die Seite, während die Polizei wieder umkehrte, aus dem Zelt raus- und davonfuhr, "als sei nix gsai". Da hätten die Zünftler aber ganz "bled glotzt", und einer meinte sogar, solche Rowdys sollte man bei der Polizei anzeigen. Das leuchtete jedoch sofort ein: Polizei bei der Polizei anzeigen, wäre sinnlos. Vielleicht, vermutete der Optimist, sei das ganze "Streifawaga-Drama doch bloß a Fatamorgana" gewesen.

Überhaupt passiert bei einem Ringtreffen eine ganze Menge. Eine Peinlichkeit hat sich Zunftmeister Thomas Freund geleistet: Bei der Aufzählung der Sulzer Narren am Brauchtumsabend hat er die Narros vergessen. Aber nicht so schlimm: "Außer dene paar Sulzer hot des koi Sau g’merkt".

Verstöße gegen die Kleiderordnung wurden auch bemängelt. So hat ein Narrenrat mit besonders großem Kopf den grünen Kiefernzweig vergessen. "Nix em Hirn", musste er sich vorwerfen lassen. Ein anderer Narrenrat wollte für den Stand von "Anne’s Reiseinsel" für Biernachschub sorgen, stattdessen schleppte er eine leere Bierkiste den "Buckel" herunter.

Klar, auch breaglerreife Missgeschicke passieren. Einer Närrin fiel das Smartphone auf dem Klo in die Schüssel. Sie holte es zwar mit Klopapier umwickelter Hand wieder heraus, aber das Telefonieren machte hinterher "net wirklich Spaß".

Überhaupt habe ein Handy seine Tücken, besonders bei Whatsapps. Pessimist und Optimist zitierten aus der Whatsapp-Gruppe der 18-Stunden-Musiker in der Zeit zwischen 4.11 und 4.47 Uhr. Da schrieben sich zwei nicht mehr ganz nüchterne 18-er nahezu unverständliche Nachrichten. Hans Gühring meldete sich um 7.30 Uhr: "Also wenn ihr Siedler dann mal richtig deutsch könnt, bekommt ihr auch wieder einen Altglascontainer." Es ging eigentlich nur um "Uschi Krion 18? rr mei Go i Wii jetzt Joim". Der Pessimist lieferte die Übersetzung: "S’ isch koin 18-er mehr en dr Grotte. I will jetzt hoim." Doch es gab noch eine Überraschung: Die Uschi Krion stolzierte tatsächlich daher und gesellte sich zu Pessimist und Optimist am Brunnen.

Dann war es an der Zeit aufzubrechen. Im Trauerzug ging es zum Bootssteg, wo die Ruderhexe schon auf Pessimist und Optimist wartete. Sie fuhren davon und entschwanden in der Nacht.


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